UK 2024
IACE 2024 UK / Anonym
Im Rahmen des IACE 2024 schickten wir einen Teilnehmer in das Gastland nach Großbritanien.
Besuch des Royal international Air Tattoo: Als ich in den Wochen vor Start des Austauschs gefragt wurde, warum ich mir in meiner Bewerbung für IACE 2024 ausgerechnet das Vereinigte Königreich gewünscht habe, war meine Antwort bereits klar. Der Besuch des RIAT war für mich wie für wohl alle Luftfahrt-Begeisterten schon lange ein großer Wunsch, doch eine England-Reise nur für eine Flugshow schien bis dahin nicht realisierbar. Umso mehr habe ich mich nach meiner Zusage auf zwei Wochen voller fliegerischer Erfahrungen gefreut, die vom Besuch des Royal International Air Tattoo gebührend abgeschlossen werden sollten.
Schneller als ich es selbst begreifen konnte, waren schließlich fast zwei Wochen, prall gefüllt mit Besuchen von Museen, Geschwadern und sogar zwei Tagen, an denen wir selbst in die Luft gehen konnten, nahezu vorbei. Die Gruppe aus bunten IACE Polos, verschiedensten Sprachen, fragwürdigen Essgewohnheiten und fliegerischen Hintergründen war zu diesem Zeitpunkt längst zu einem homogenen Team geworden, indem die Hintergründe der Cadets aus acht verschiedenen Nationen schnell in den Hintergrund rückten. Die gemeinsame Faszination für die Fliegerei ließ Freundschaften und Kontakte entstehen, die womöglich ein Leben lang halten werden.
Schließlich war der Tag gekommen, den nicht nur ich als persönliches Highlight der Reise ersehnte, bereits um fünf Uhr morgens stiegen wir auf der RAF Base Wittering in den Bus, um einen Tag auf dem RIAT in Fairford gemeinsam zu erleben. Nach einer zweistündigen Fahrt waren die Landstraßen nahe dem Flugplatz bereits stark überfüllt, die Radiomusik des Busses mischte sich mit dem dumpfen Dröhnen von Eurofighter Triebwerken, die Vorfreude stand allen ins Gesicht geschrieben. Angekommen auf dem Parkplatz erhielten wir spezielle Cadet Ausweise, welche uns den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen ermöglichen sollten. Nach einer kurzen Sicherheitskontrolle waren wir schließlich auf dem Gelände angekommen und durften in Kleingruppen das gigantische Vorfeld erkunden. Besonders spannend waren dabei die Begegnungen mit Crews der eigenen Nationen. So bekamen wir als dreier Gruppe deutscher Cadets eine Einzelführung am Tornado der Luftwaffe.
Neben den ganztägigen Display Flügen der verschiedenen Kunstflugstaffeln aus der ganzen Welt zeigten die angereisten Streitkräfte in beeindruckender Weise die Leistungsfähigkeit ihrer Luftfahrzeuge. Egal ob kanadische F 18 Hornets, britische Typhoons oder auch die Transporthubschrauber der US Airforce, die Crews brachten sich und ihre Maschinen an die Belastungsgrenze, ohrenbetäubender Lärm garantiert. Als Fan älterer Maschinen waren die Static Displays der Phantom sowie der Mirage besondere Highlights.
Darüber hinaus boten große Messezelte die Möglichkeit, sich über die neuesten Angebote und Produkte aus der Luftfahrt zu informieren, in zahlreichen Flugsimulatoren konnte zudem unser fliegerisches Können unter Beweis gestellt werden. Wir beendeten den Tag mit einem Gruppenfoto vor einem A400 M Atlas und einem gemeinsamen Abendessen im Feldlager der britischen Air Cadets.
Die Teilnahme am IACE war für mich ein rundum bereicherndes Erlebnis, welches ich jedem Gleichgesinnten nur wärmstens empfehlen kann!
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UK 2018
IACE 2018 UK / Lukas Luksch
Im Rahmen des IACE 2018 schickten wir Lukas Luksch in das Gastland nach Großbritanien.
Am 19.Juli startete unsere Reise am Frankfurter Flughafen. Abgeholt wurden wir dort von einer Embrear 145 der belgischen Luftwaffe, welche uns zum Royal Air Force Flughafen Northolt in London brachte. Von hier aus ging es weiter in unsere Unterkunft in der Brunel University London, in welcher jeder von uns ein eigenes Zimmer bekam. Noch am Abend lernte man andere Cadets aus aller Welt kennen. Anders als in Deutschland sind nicht nur 12 Cadets am Austausch beteiligt, in England lernten wir knapp 60 andere Jugendliche in unserem Alter kennen. Da die Gruppe als eine Gruppe zu groß war, wurden wir nach Ländern in 2 Gruppen aufgeteilt.
Direkt am ersten Tag ging es für uns in die innen Stadt, wo wir die Stadt erkundeten. Während der Besichtigung des House of Parliament wurde jeweils ein Cadet aus jedem Land ausgewählt und nahm an einer internationalen Gesprächsrunde mit einem Member of Parliament teil. Hierbei wurden Länderspezifische Themen besprochen und diskutiert, wir bekamen die Möglichkeit Fragen zu stellen über die Politik von Groß Britannien und durften unsere Meinungen präsentieren. Anschließend ging es weiter zum Royal Air Force Club und zum Abendessen in die Wellington Barracks.
In den darauf folgenden Tagen besichtigten wir weiter wichtige Sehenswürdigkeiten von London. Natürlich durften ein Fahrt im London Eye und eine Bootsfahrt auf der Thames nicht fehlen. Auch besuchten wir das Imperial War Museum in welchem unter anderem eine V1 und eine V2 Rakete stehen, sowie viele andere Flugzeuge und Flugkörper des 2.Weltkrieges. Lockheed Martin stellte einen Tag unser Rahmenprogramm, bei welchem wir Modelle bauen sollten und interessante Vorträge zur Firma hörten.
Am 23.Juli fuhren wir mit dem Bus wieder raus aus London und weiter nach Cranwell. Direkt am ersten Tag ging es für uns in das Segelflugzeug. Jeder bekam die Möglichkeit hier einen Start mit dem Segler oder dem Motorsegler mit einem Lehrer zu absolvieren. Da ich selbst Segelflieger bin, durfte ich natürlich komplett selber fliegen. Auch wenn es eine komische Umstellung war plötzlich mit einem Fuß-Höhenmesser, Knoten-Variometer und Meilen Fahrtanzeige zu fliegen, hat es viel Spaß gemacht, zumal der mitfliegende Lehrer auch Kunstflieger war und man so auch selber mal ein paar Loopings drehen durfte. J Weiter ging es am nächsten Tag zu einer Air Show in Sunderland Beach. Die Royal Air Force demonstrierte hier eindrucksvoll ihre Eurofighter, sowie einen simulierten Landgang mit Landungsbrücken. Um auch etwas von der englischen Kultur kennen zu lernen fuhren wir am nächsten Tag nach York, wo wir British Tea mit Cakes und Scones probierten.
Am 27. Juli begaben wir uns zum Battle of Britain Memorial Flight, wo viele Flugzeuge aus dem 2.Weltkrieg stehen. Der dortige Lancaster und diverse Spitfire sind alle noch Flugfähig und werden auch von der RoyalAirForce unterhalten und gewartet.
Ein Besuch im Chatsworth House durfte natürlich auch nicht fehlen, um wirklich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Englands abhaken zu können.
Am 29. Juli ging es für die beiden vorher aufgeteilten Gruppen an zwei unterschiedliche Ziele. Eine Gruppe fuhr nach Wales und unsere Gruppe fuhr mit dem Bus weiter nach Schottland. Dort angekommen besichtigten wir die Stadt Saint Andrew, welche Heimatstadt des Golfspiels, Universitätsstadt und die Stadt in der Prince William und Kate Middleton studierten und sich kenne lernten ist.
Eine Schottische Sage erzählt von Wassergeistern namens Kelpies, welche Menschen fressen, die versuchen ein fließendes Gewässer zu überqueren. Hauptsächlich erzählte man die Sage Kindern, um sie vor den Gefahren der steilen schottischen Küste zu schützen. In Erinnerung an diese Sage errichteten die Schotten zwei riesige Pferdeköpfe, die wir auch besichtigten. Am gleichen Tag machten wir auch noch eine Fahrt auf einem Kanal mit dem Falkrik Wheel, welches Kanäle mit unterschiedlicher Höhe verbindet.
Ohne die Hauptstadt Schottlands gesehen zu haben, konnten wir natürlich noch nicht nach Hause geschickt werden. Also ging es am 01.August nach Edinburgh, wo wir das Schottische Parlament besichtigten und die die Stadt erkundeten.
Von Edinburgh aus ging es dann für uns drei deutsche Cadets mit dem Zug zurück nach London, wo wir einen letzten Abend mit der anderen Gruppe genießen konnten, bevor wir dann am letzten Tag mit der Lufthansa vom Flughafen London Heathrow zurück flogen.
Das Alles ist nur ein kurzer Überblick von den Aktivitäten, die wir während des Austauschs unternommen haben. Wir haben sehr viele nette Menschen kennen gelernt, mit denen ich teilweise auch immer noch Kontakt habe. Es ist eine wunderbare
Möglichkeit Menschen mit Begeisterung an der Luftfahrt aus aller Welt kennen zu lernen (Australien, Belgien, China, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Niederlande, New Zealand, Süd-Korea, Schweiz, Türkei, UK USA). Ein Jahr
nach dem Austausch trafen wir uns sogar nochmal mit einigen auf dem Münchner Oktoberfest. Ich hatte nie erwartet, dass dieser Austausch ein so unglaubliches Erlebnis werden würde, welches man nicht mehr vergessen wird.